Residenz Ansbach – Neugestaltung Innenhöfe

AG Staatliches Bauamt Ansbach
Bearbeitung 2020 - 2030
Fläche 2.965 m²
LP 2-8
Summe 1.510.000 Euro

Im Rahmen einer umfassenden Kanalsanierung werden drei Höfe der Residenz Ansbach neu gestaltet. Hierbei sollen die Aufenthalts- und Nutzungsqualität der Höfe erhöht sowie die Barrierefreiheit in den Innenhöfen verbessert werden.

Haupthof: Zentraler Innenhof der Residenz
Innenhof Flügelbau
Garagenhof im Nordosten

Haupthof
Der Innenhof des Hauptbaus wurde unter Gabriel de Gabrieli ab 1708 als Arkadenhof gestaltet. Erste Vorschläge zur Pflasterung sind aus dem Jahr 1734 von Leopoldo Retty überliefert. Die Pflasterung des Innenhofs wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder erneuert z.B. 1777. Die Gestaltung mit konzentrischen Kreisen aus gespaltenem Granitgroßsteinpflaster geht wohl auf das Jahr 1899 zurück.
Die Neugestaltung des Innenhofs soll Maßnahmen zur Verbesserung der Barrierefreiheit mit den gestalterischen Anforderungen an einen historischen Schlosshof verbinden. Zudem finden Veranstaltungen im Hof statt (Konzerte, Open Air Kino) deren Flächenansprüche zu berücksichtigen sind.
Für den zentralen Hofbereich ist ein rautenförmiger Plattenbelag aus Wachenzeller Dolomit vorgesehen, der mit seinem Fugenbild eine ruhige Hoffläche ausbildet. Der Randbereich wird mit Mosaikpflaster ebenfalls aus Wachenzeller Dolomit befestigt, welches auch eine gute Anpassung an die stark strukturierten Fassaden erlaubt. Der Plattenbelag erhält eine Überhöhung in der Hofmitte und wird im leichten Gefälle allseitig an eine umlaufende Schlitzrinne geführt die zugleich die Belagsgrenze zwischen Mosaikpflaster und Plattenbelag bildet.
Die Ausführung des Haupthofs erfolgt voraussichtlich 2028/2029 nach Sanierung der ihn umgebenden Fassaden.

Innenhof Flügelbau
Der Flügelbau (auch Marstall genannt) wurde unter Carl Friedrich von Zocha an den Hauptbau des Schlosses ab 1727 als Stall- und Küchengebäude angebaut. Die vier Gebäudeflügel umschlossen einen rechteckigen Hof, in den hinein Zocha durch ovale Mauern einen Innenplatz zum Longieren der Pferde ausbilden ließ. Der Innenhof wurde seinerzeit mit einem rau belassenen Naturstein gepflastert, um ein Ausrutschen der Pferde zu verhindern. Die ovale Form des Innenhofs ist bis heute erhalten geblieben.
Der historische Pflasterbelag wurde aufgenommen und neu verlegt werden. Im Randbereich ist – der Hofform folgend – zur Verbesserung der Begehbarkeit ein Plattenband aus Wachenzeller Dolomit in den Pflasterbelag integriert. Eine begrünte Pergola erhöht die Aufenthaltsqualität (Schattenbildung, Kühlung). Im Wegbereich Richtung Promenade und Garagenhof wurde neues, oberseits gesägtes Dolomitpflaster verwendet um eine gute Begehbarkeit zu gewährleisten. Ausführung 2023/2024

Garagenhof
Der Garagenhof schließt sich nordwestlich an den Flügelbau an und bildet einen Hof zwischen Flügelbau, staatlicher Bibliothek und dem Fluss Rezat. Er dient teilweise als Zufahrt zu den Garagen für die Dienstfahrzeuge sowie als Parkplatz für Dienstfahrzeuge und Beschäftigte der Regierung von Mittelfranken.
Für die wieder vorzusehenden Stellplätze und den Vorbereich der Garagen im Südwesten wurde das im Haupthof ausgebaute Granitpflaster mit einer Rasenfuge neu verlegt. Der zentrale Verbindungs- und Erschließungsbereich zum Innenhof Flügelbau und vor der Bibliothek wird zur guten Begehbarkeit mit gesägtem Dolomitpflaster in gleicher Ausführung wie im Innenhof Flügelbau befestigt. 4 Bäume bieten Schatten. Ausführung 2023/2024